Grü­ner Star

Beim Grü­nen Star (Glau­kom) kann das Kam­mer­was­ser nicht mehr unge­hin­dert abflie­ßen und der Augen­in­nen­druck steigt an. Durch den erhöh­ten Augen­in­nen­druck wird wie­derum Druck auf die Seh­ner­ven­fa­sern aus­ge­übt, die dadurch all­mäh­lich abster­ben und damit unwie­der­bring­lich zer­stört wer­den. Man schätzt die Häu­fig­keit von unent­deck­ten und unbe­han­del­ten Glau­ko­men in Deutsch­land auf ca. 4% der Bevölkerung.

Bei vie­len Pati­en­ten ist auch die Durch­blu­tungs­si­tua­tion am Seh­ner­ven­kopf ver­än­dert. Hier­durch kann es zu den glei­chen Schä­den am Seh­nerv kom­men, wie sie bei hohem Augen­druck auftreten.

Die Seh­ner­ven­fa­sern lei­ten die visu­el­len Ein­drü­cke zum Gehirn wei­ter. Ster­ben sie ab, kom­men dort weni­ger Infor­ma­tio­nen an: Das Bild wird schlech­ter. Die Folge ist ein immer wei­ter ein­ge­schränk­tes Gesichts­feld. Sie sel­ber mer­ken lange Zeit nichts von die­ser Ent­wick­lung. Erst kurz vor einer Erblin­dung fal­len Ein­schrän­kun­gen auf. Umso wich­ti­ger sind bei die­ser Erkran­kung die Vor­sor­ge­un­ter­su­chun­gen. Bleibt der Grüne Star unbe­han­delt, führt er lang­fris­tig zur Erblindung.

Des­halb soll­ten sich Personen,

  • die einen Augen­in­nen­druck von > 21 mmHg haben
  • in deren Fami­lie häu­fi­ger Glau­kome auf­ge­tre­ten sind
  • die kurz­sich­tig sind
  • die eine Netz­haut­ab­lö­sung erlit­ten haben
  • die Dia­be­tes haben
  • die an Migräne leiden
  • die eine trau­ma­ti­sche Ver­let­zung am Auge hatten
  • deren Extre­mi­tä­ten schlecht durch­blu­tet sind
  • die über 40 Jahre sind

regel­mä­ßig min­des­tens alle 2 Jahre unter­su­chen las­sen, über 50 jäh­rige jedes Jahr.

Ein Glau­kom ver­läuft schlei­chend und wird in der Anfangs­phase nicht bemerkt, da man einen erhöh­ten Augen­druck zuerst nicht spürt.

Dia­gnose des Grü­nen Stars (Glaukom)

Um ein Glau­kom recht­zeitg fest­zu­stel­len, füh­ren wir fol­gende Unter­su­chun­gen durch:

  • Mes­sung des Augeninnendrucks
  • Mes­sung der Hornhautdicke
  • Unter­su­chung des Sehnervenkopfes
  • Unter­su­chung des Gesichtsfeldes

Ver­hal­tens­re­geln für Glaukom-Patienten

Ist bei Ihnen ein Glau­kom fest­ge­stellt wor­den, müs­sen Sie regel­mä­ßig zur Untersuchung.

Wir bie­ten Ihnen umfang­rei­che Dia­gno­se­ge­räte zur Vor­sor­ge­un­ter­su­chung an.

Wäh­rend der Kon­troll­un­ter­su­chun­gen wird ent­schie­den, ob die The­ra­pie fort­ge­setzt wer­den kann oder ob sie bes­ser geän­dert wer­den sollte. Ihre Medi­ka­mente müs­sen Sie regel­mä­ßig – mög­lichst immer zur glei­chen Tages­zeit – trop­fen. Wenn Sie meh­rere Augen­trop­fen anwen­den, war­ten Sie bitte ein paar Minu­ten zwi­schen den Anwen­dun­gen, damit die Medi­ka­mente bes­ser wir­ken kön­nen. Unmit­tel­bar nach dem Trop­fen soll­ten Sie den Nasen­gang zuhal­ten, damit das Medi­ka­ment nicht zu schnell abfließt.