Behand­lung des Glaukoms

Es gibt drei Mög­lich­kei­ten, ein Glau­kom zu behandeln:

1. mit Medi­ka­men­ten (Augen­trop­fen oder Tablet­ten)
2. mit Laser­the­ra­pie (Laser­tra­be­ku­lo­plas­tik)
3. mit Glau­kom­chir­ur­gie (meist Tra­be­ku­lek­to­mie oder ähnli­che fil­trie­rende Ver­fah­ren, Viskokanalostomie)

Die medi­ka­men­töse Behandlung

Es ste­hen ver­schie­denste Medi­ka­mente zu Ver­fü­gung, wel­che die Ent­wick­lung des Grü­nen Stars ein­schrän­ken kön­nen. Sie set­zen ent­we­der die Pro­duk­tion des Kam­mer­was­sers herab oder sie ver­bes­sern den Abfluss des Kammerwassers.

Da die Erkran­kung chro­nisch ist und nicht mehr rück­gän­gig gemacht wer­den kann, muss die Behand­lung lebens­lang fort­ge­setzt wer­den.
In vie­len Fäl­len schrei­tet der Gesichts­feld­ver­lust trotz medi­ka­men­tö­ser The­ra­pie voran. Man­che Pati­en­ten ver­tra­gen die Medi­ka­mente schlecht. Unter­su­chun­gen zei­gen, dass nicht ein­mal die Hälfte aller Pati­en­ten ihre Trop­fen nach Anwei­sung ihres Augen­arz­tes anwen­det. Sol­che Pati­en­ten sind durch einen ope­ra­ti­ven Ein­griff behandelbar.

Die Laser­be­hand­lung

Mit der Argon-Laser-Trabekuloplastik wird eine Ver­bes­se­rung des Abflus­ses erzielt, um eine Druck­sen­kung zu errei­chen. Der Augen­arzt setzt mit dem Laser kleine Punkte im Tra­be­kel­werk, wodurch der Abfluss „ent­blockt“ und wie­der ein ver­mehr­ter Kam­mer­was­ser­ab­fluss mög­lich wird.

Bei unge­fähr 50 % der Pati­en­ten ist die Wir­kung der Laser­be­hand­lung unzu­rei­chend. Auch kann der Effekt nur vor­über­ge­hend sein. Bei ca. 10% der Pati­en­ten lässt die druck­sen­kende Wir­kung inner­halb eines Jah­res wie­der nach. Eine Wie­der­ho­lung der Laser­the­ra­pie zu einem spä­te­ren Zeit­punkt kann einen erneu­ten Effekt bewirken.

Wenn diese The­ra­pie nicht aus­reicht, wer­den wir Sie über die ope­ra­ti­ven Mög­lich­kei­ten der Glau­kom­chir­ur­gie auf­klä­ren.