Maku­la­de­ge­ne­ra­tion (AMD)

Die Makula ist der Punkt des schärfs­ten Sehens im Zen­trum der Netz­haut. Der Begriff der Maku­la­de­ge­ne­ra­tion bezeich­net die Erkran­kung des Netzhautzentrums.

Die Maku­la­de­ge­ne­ra­tion kann zu schwer­wie­gen­den Stö­run­gen des Sehens füh­ren. Man unter­schei­det dabei eine jugend­li­che (juve­nile) von einer alters­be­ding­ten (seni­len) Form. Bei der alters­be­ding­ten Maku­la­de­ge­ne­ra­tion (AMD) gibt es eine tro­ckene und eine feuchte Form. Die alters­be­dingte Maku­la­de­ge­ne­ra­tion (AMD) hat einen schlei­chen­den, schmerz­lo­sen Ver­lauf. Erste Sym­ptome wer­den von den Betrof­fe­nen meist gar nicht bemerkt. Des­halb sind regel­mä­ßige Unter­su­chun­gen, zum Bei­spiel mit­tels Opti­scher Kohä­renz­to­mo­gra­fie, dem so genann­ten OCT, uner­läss­lich.

Man unter­schei­det:

Die tro­ckene Maku­la­de­ge­ne­ra­tion, bei der es zur Ansamm­lung von Stoff­wech­sel­schla­cken und Umbau­pro­zes­sen in der Makula kommt. Dadurch wer­den die Sin­nes­zel­len geschä­digt, eine Seh­ver­schlech­te­rung ist die Folge.

Lei­der gibt es bei der tro­cke­nen Maku­la­de­ge­ne­ra­tion bis jetzt keine Behand­lungs­mög­lich­keit. Man kann nur ver­su­chen, mit spe­zi­el­len Vitamin-Kombinationen den wei­te­ren Fort­schritt zu ver­hin­dern. Diese Vit­amingabe hat sich aber nur bei bestimm­ten Sta­dien und bei bestimm­ten For­men der tro­cke­nen Maku­la­de­ge­ne­ra­tion als wirk­sam erwie­sen. Ob eine der­ar­tige Nah­rungs­er­gän­zung im Ein­zel­fall sinn­voll ist, kön­nen wir Ihnen nach einer gründ­li­chen Netz­haut­un­ter­su­chung mitteilen.

Die feuchte Maku­la­de­ge­ne­ra­tion. Hier kommt es im Maku­la­be­reich zu einer krank­haf­ten Neu­bil­dung von Gefä­ßen, die eine Flüs­sig­keits­ein­la­ge­rung („Ödem“) in der Makula oder auch Blu­tun­gen ver­ur­sacht. Dadurch wird die nor­male Netz­haut­funk­tion gestört (schlech­tere Seh­schärfe, ver­zerrte Wahr­neh­mun­gen). Im End­sta­dium der Erkran­kung kommt es zu einer Ver­narb­ung der Makula, ver­bun­den mit einem erheb­li­chen Sehschärfeverlust.

Ursa­chen einer Makuladegeneration

Die genauen Ursa­chen der AMD (alters­be­ding­ten Maku­la­de­ge­ne­ra­tion) sind noch nicht bekannt. Man nimmt an, dass meh­rere Fak­to­ren zusam­men­kom­men, damit sich eine AMD ent­wi­ckelt. Ab dem Alter von 50 Jah­ren steigt die Wahr­schein­lich­keit, an einer AMD zu erkran­ken. Bekannt ist, dass sich mit fort­schrei­ten­dem Alter immer mehr Stoff­wech­se­l­ab­fall­pro­dukte, die so genann­ten Dru­sen, unter der Netz­haut abla­gern: Dies sind die ers­ten Zei­chen einer AMD.

Mög­li­che Risikofaktoren:

  • Blut­hoch­druck
  • Rau­chen
  • gene­ti­sche Fak­to­ren: Bei 60% der Betrof­fe­nen sind eines oder meh­rere Fami­li­en­mit­glie­der eben­falls von der AMD betroffen
  • Alter (Risiko steigt mit zuneh­men­dem Alter)
  • Kreis­lauf­er­kran­kun­gen
  • Vitamin- oder Mineralienmangel
  • inten­sive oder län­gere UV-Lichteinwirkung

Sym­ptome

Erste Anzei­chen machen sich oft­mals beim Lesen bemerk­bar. Mit­ten im fixier­ten Schrift­bild ist ein ver­schwom­me­ner Fleck. Anfangs sind nur wenige Buch­sta­ben betrof­fen, doch im Laufe der Zeit wird die­ser Fleck grö­ßer, gerade Linien schei­nen verzogen.

Mög­li­che Symptome:

  • ver­schlech­terte Kontrastwahrnehmung
  • unprä­zi­ses Sehen, ins­be­son­dere im fixier­ten Bereich
  • redu­zierte Farbwahrnehmung
  • ver­zerr­tes Sehen – gerade Linien erschei­nen
    z.B. verbogen
  • fixier­ter Bereich erscheint als grauer Fleck oder leere Stellen

Wie kann eine Maku­la­de­ge­ne­ra­tion recht­zei­tig erkannt werden?

Heute gibt es viele geeig­nete The­ra­pie­mög­lich­kei­ten. Vor­aus­set­zung dafür ist die Früh­er­ken­nung.
Dank moder­ner Diagnostik-Geräte, zum Bei­spiel OTC (Opti­sche Kohä­renz­to­mo­gra­fie), ist es mög­lich, den Augen­hin­ter­grund zu begut­ach­ten. Ein Licht­strahl tas­tet dabei die wich­tigs­ten Stel­len der Netz­haut und des Seh­ner­ven­kop­fes ab.

Bei der feuch­ten Maku­la­de­ge­ne­ra­tion kommt es zur Flüs­sig­keits­an­samm­lung unter der Netz­haut, die sich als grau-braune, runde Vor­wöl­bung der Netz­haut zeigt. Dies lässt sich mit einer Farbstoff-Gefäßdarstellung (Fluo­res­zenz­an­gio­gra­phie) feststellen.