Keratokonus

Keratokonus ist eine seltene Augenkrankheit, an der in Deutschland rund 40.000 Menschen leiden. Bei der Krankheit, die einen fortschreitenden Verlauf hat und bis heute unheilbar ist, dünnt die Hornhaut des Auges immer stärker aus und wölbt sich dadurch kegelförmig nach vorne. Langfristig ist bei vielen Patienten eine Hornhauttransplantation nötig, um die Sehkraft zu retten. Jedoch birgt dieser aufwändige Eingriff sämtliche Risiken und mögliche Komplikationen einer Organverpflanzung.

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Zudem ist die Regenerationszeit langwierig – häufig wird die ursprüngliche Sehkraft erst nach ein oder zwei Jahren erreicht. Ein völlig neuer Therapieansatz ist das sogenannte Cornea-Crosslinking.

Durch die Bestrahlung der natürlichen Hornhaut mit ultraviolettem Licht steigt die Zahl der Quervernetzungen (Crosslinking = Quernetzung). Das Gewebe erhält auf diesem Wege mehr Stabilität – auf diesem Wege kann die weitere Vorwölbung der Hornhaut verhindert werden. Gravierende Risiken und Nebenwirkungen sind bei dieser als sicher geltenden Methode bislang nicht in Erscheinung getreten.

Behandlungsablauf

Der Crosslinking-Eingriff findet ambulant unter örtlicher Betäubung des Auges statt. Einschließlich aller Vor- und Nachbereitungen rechnet man mit einer Behandlungszeit von etwa zwei Stunden.

Zunächst wird die Hornhautoberfläche, das Epithel, mit mikroskopischer Genauigkeit entfernt. Jetzt wird das darunter liegende Hornhautgewebe mit Riboflavin – Vitamin B2 – beträufelt, um anschließend eine halbe Stunde lang Ultraviolettstrahlung ausgesetzt zu werden. Durch die Strahleneinwirkung erhöht sich die Zahl der Quervernetzungen zwischen den einzelnen Fasern des Hornhautgewebes (Crosslinking = Quervernetzung) – die mechanische Stabilität erhöht sich. Eine therapeutische Linse schützt das Auge im Anschluss an die Behandlung noch für einige Tage.

Nach dem Eingriff kann es zu folgenden Erscheinungen kommen:

  • Bis zur Abheilung der Oberfläche werden Schmerzen auftreten, die durch moderne Schmerzmittel jedoch gut ertragen werden.
  • Eine Rötung der Augen in den ersten 2 Wochen ist normal und sollte Sie nicht beunruhigen.
  • Kratzen und Brennen kann bis zu 6 bis 8 Wochen andauern. Zur Linderung der Beschwerden erhalten Sie Benetzungsaugentropfen, welche Sie beliebig oft anwenden können.
  • In den ersten 6 bis 8 Wochen nach der Operation kann die Sicht verschwommener sein als zuvor. Im Anschluss daran werden Sie mindestens die gleiche Sehschärfe wie vor der Operation haben.
  • In den ersten Wochen nach der Operation kann es zu einer erhöhten Blendempfindlichkeit kommen.
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